Unsere Leistung
Cereulid-Analytik mittels LC-MS/MS
LC-MS/MS-basierter Cereulid-Nachweis mit interner Methode auf Basis von ISO 18465:2017 und 13C-markiertem Standard
ALS bestimmt Cereulid in Lebensmitteln mittels LC-MS/MS. Die Analyse erfolgt gemäß einer internen Methode, die auf ISO 18465:2017 basiert. Zur präzisen Quantifizierung wird ein interner 13C-markierter Standard eingesetzt.
Das Cereulid wird aus den Proben mit Acetonitril extrahiert und anschließend mittels LC-MS/MS vermessen. Dieses Vorgehen ermöglicht eine selektive und sensitive Bestimmung des Toxins in validierten Lebensmittelmatrizes.
Anforderungen an Probenahme, Versand und Lagerung
Aseptische Probenahme, ausreichende Probenmenge, gekühlter Versand und Tiefkühllagerung für belastbare Untersuchungsergebnisse
Damit die Cereulid-Analytik unter geeigneten Bedingungen durchgeführt werden kann, sollten folgende Anforderungen eingehalten werden:
- Probenmenge: mindestens 50 bis 100 g
- Probenahme: aseptisch, möglichst in sterilen Beuteln oder Gefäßen
- Versand: idealerweise gekühlt
- Lagerung: bis zur Untersuchung im Tiefkühler
Validierte Lebensmittelmatrizes und Bestimmungsgrenzen für Säuglingsnahrung, getreidebasierte Lebensmittel und ölreiche Matrizes mit definierten LOQs
Die Methode wurde für verschiedene Lebensmittelmatrizes validiert. Dadurch ist der Cereulid-Nachweis für unterschiedliche Produktgruppen mit klar definierten Bestimmungsgrenzen möglich.
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Matrix
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LOQ
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| Säuglingsnahrung |
0,05 µg/kg |
| Flüssige Säuglingsnahrung |
0,025 µg/kg |
| Getreidebasierte Lebensmittel (z. B. Kartoffeln, Reis, Nudeln) |
0,05 µg/kg |
| Öl- und fettreiche Matrizes |
0,1 µg/kg |
Gezielte Toxinanalytik auf Cereulid
Warum der direkte Nachweis des emetischen Bacillus-cereus-Toxins für die Risikobewertung in Lebensmitteln entscheidend ist.
Für die Beurteilung potenzieller Risiken in Lebensmitteln ist es wichtig, zwischen dem Nachweis von Bacillus cereus und dem Nachweis von Cereulid zu unterscheiden. Während mikrobiologische Untersuchungen den Keim erfassen, zeigt die gezielte Toxinanalytik, ob das emetische Toxin tatsächlich in der Probe vorhanden ist.
Gerade bei Cereulid in Lebensmitteln, bei Rückstellmustern, Reklamationen, sensorischen Auffälligkeiten oder sensiblen Produktgruppen wie Säuglingsnahrung reicht eine alleinige mikrobiologische Untersuchung häufig nicht aus. Der direkte Cereulid-Nachweis schafft hier eine belastbare Grundlage für Freigabeentscheidungen, Risikobewertungen und Maßnahmen zur Rückrufprävention.