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MOSH- und MOAH-Analyse für Lebensmittel und Verpackungen

Mineralöl-kohlenwasserstoffe belastbar bestimmen und Befunde fachkundig einordnen

Für Produktfreigabe, Lieferantenbewertung, Verpackungsprüfung und Ursachenklärung.

Wir unterstützen Lebensmittelunternehmen, Handel, Importeure und Verpackungshersteller bei der risikoorientierten Untersuchung von MOSH und MOAH. Gemeinsam legen wir eine geeignete Prüfstrategie für Ihre Matrix und Fragestellung fest.

Lebensmitteltransport. Mitarbeiter hält eine Kiste voller Äpfel in den Händen. Fertig für den Transport.

MOSH und MOAH fachkundig einordnen 

Mineralölkohlenwasserstoffe, kurz MOH, können entlang der gesamten Lebensmittelkette in Rohstoffe, Lebensmittel und Lebensmittelkontaktmaterialien gelangen.

Mögliche Quellen sind unter anderem Schmierstoffe aus Produktionsanlagen, Verarbeitungshilfsstoffe, Umwelt- und Transportkontaminationen sowie der Übergang aus Verpackungsmaterialien.
Recyclingpapier und Recyclingkarton können Mineralölbestandteile aus früher verwendeten Druckfarben enthalten.

Besonders bei trockenen Lebensmitteln mit großer Oberfläche kann ein Übergang aus der Verpackung relevant sein. Auch bedruckte, geklebte oder beschichtete Materialien sollten bei der Ursachenanalyse berücksichtigt werden.

Eine fachgerechte Analyse schafft die Grundlage, um: 

  • Rohstoffe und Fertigprodukte zu beurteilen,

  • Lieferantenanforderungen festzulegen,

  • Verpackungs- und Prozesseinflüsse zu untersuchen,

  • auffällige Befunde regulatorisch einzuordnen,

  • wirksame Minderungsmaßnahmen abzuleiten.

Recycling Papier. Taschen, Eierkarton, Tüten, Verpackungen

Wann ist eine MOSH/MOAH-Analyse sinnvoll? 

Eine Untersuchung ist insbesondere angezeigt, wenn mindestens einer der folgenden Risikofaktoren vorliegt: 

  • fettreiches oder ölhaltiges Produkt  
  • trockene Lebensmittel mit großer Oberfläche  
  • direkter oder indirekter Kontakt mit Recyclingpapier oder Recyclingkarton  
  • bedruckte, geklebte oder beschichtete Verpackung  
  • Einsatz von Schmierstoffen oder mineralölhaltigen Verarbeitungshilfsstoffen  
  • Lagerung oder Transport in Säcken, Kartons oder anderen potenziell relevanten Materialien  
  • neue Rohstoff-, Verpackungs- oder Anlagenlieferanten  
  • auffälliger Lieferanten- oder Eigenkontrollbefund  
  • Kunden-, Handels- oder Behördenanforderung 
  • Vorbereitung auf die geplanten europäischen MOAH-Höchstgehalte  

Eine Analyse kann sowohl präventiv als Teil der Eigenkontrolle als auch reaktiv nach einem auffälligen Befund eingesetzt werden. 

Unsere Leistungen 

  • Bestimmung von MOSH und MOAH per LC-GC-FID 
  • Getrennte Berichte nach C-Gruppen und getrennt MOSH und MOAH 
  • Einhaltung aller nötigen LOQs für regulatorische Anforderungen
  • Bei Bedarf Express Analyse in 72 Stunden 

Wir sind Akkreditiert in allen Lebensmitteln sowie in Lebensmittelkontaktmaterialien und Migrate daraus sowie Luftfiltern.

Ihre Vorteile mit ALS 

  • Lebensmittel- und Verpackungskompetenz verbinden
    Kontaminationen können aus dem Rohstoff, dem Prozess oder dem Lebensmittelkontaktmaterial stammen. Durch die Verbindung beider Fachgebiete lässt sich die Prüfstrategie gezielter aufbauen.

  • Analytik an der Entscheidungsfrage ausrichten
    Bestimmungsgrenze, Matrix, Rechtsstand und vorgesehene Verwendung des Ergebnisses werden vor der Untersuchung berücksichtigt.

  • Auffällige Ergebnisse fachkundig einordnen
    Bei komplexen Chromatogrammen oder möglichen Interferenzen ist die Interpretation ebenso wichtig wie der reine Messwert.

  • Ursachen systematisch untersuchen
    Bei Bedarf kann aus einer Einzelanalyse ein gestuftes Konzept für Rohstoffe, Prozessstufen und Verpackungen entwickelt werden.

  • Unterstützung bei Lebensmittelkontaktmaterialien
    ALS unterstützt bei der analytischen Prüfplanung, der Beurteilung von Materialien und der Prüfung relevanter Lieferantendokumente. Für den Bereich Lebensmittel und Lebensmittelkontaktmaterialien stehen zudem Sachverständige für amtliche Gegenproben nach § 43 LFGB zur Verfügung. 
automatic production cookies inside of  factory

Häufig gestellte Fragen zur MOSH/MOAH-Analyse

  • Wie gelangen MOSH und MOAH in Produkte?
    • Produktionsanlagen und Schmierstoffe
      Technische Öle und Schmierstoffe können bei Leckagen, unzureichender Wartung oder ungeeigneter Anwendung in Rohstoffe und Produkte gelangen. Bei der Ursachenklärung sollten deshalb nicht nur das Endprodukt, sondern gegebenenfalls auch Zwischenprodukte, Fördertechnik und relevante Prozessschritte untersucht werden.

    • Verarbeitungshilfsstoffe und Zusatzstoffe
      Mineralölbestandteile können aus Verarbeitungshilfsstoffen oder bestimmten Roh- und Zusatzstoffen stammen. Auch historische Kontaminationen von Anlagen oder Transportbehältern können eine Rolle spielen.

    • Papier, Karton und Druckfarben
      Recyclingfasern können Rückstände mineralölbasierter Druckfarben aus früheren Nutzungskreisläufen enthalten. Aus Verpackungen können flüchtigere Mineralölbestandteile auf Lebensmittel übergehen. Funktionelle Barrieren und geeignete Materialqualitäten können den Übergang reduzieren.

    • Lagerung und Transport
      Transportbehälter, Säcke, Zwischenlager, Umverpackungen und Umwelteinträge können zur Belastung beitragen. Die Quelle ist deshalb nicht immer allein anhand des Fertigprodukts erkennbar.

    • Kunststoffe und synthetische Schmierstoffe
      Kohlenwasserstoffe aus Polyolefin-Kunststoffen, sogenannte POSH, sowie synthetische Polyalphaolefine, PAO, können in ähnlichen chromatographischen Bereichen erscheinen. Sie müssen bei der Interpretation von MOSH-Befunden berücksichtigt werden.
  • Gibt es bereits gesetzliche MOAH-Grenzwerte?
    Die EU bereitet warengruppenspezifische MOAH-Höchstgehalte in der Verordnung (EU) 2023/915 vor. Der abgestimmte Entwurf wurde am 13. Mai 2026 im zuständigen Ausschuss befürwortet, ist am 24. Juli 2026 aber noch nicht endgültig angenommen. Die meisten Werte sollen ab 1. Januar 2027 gelten. Bereits jetzt sollen die abgestimmten Werte als Vollzugsgrundlage herangezogen werden.
  • Was ist der Unterschied zwischen MOSH und MOAH?
    MOSH sind gesättigte, MOAH aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe. Bei der gesundheitlichen und regulatorischen Bewertung stehen MOAH besonders im Fokus, weil bestimmte MOAH-Fraktionen genotoxische und kanzerogene Verbindungen enthalten können.
  • Welche Methode wird für MOSH und MOAH verwendet?
    Für die routinemäßige quantitative Bestimmung ist LC-GC-FID die Methode der Wahl. Die Flüssigchromatographie trennt MOSH und MOAH, anschließend erfolgt die gaschromatographische Quantifizierung mit FID. Ergänzende MS- oder GC×GC-Verfahren können bei Interferenzen oder zur weiteren Charakterisierung eingesetzt werden.
  • Bedeutet ein positiver Befund automatisch, dass das Produkt nicht verkehrsfähig ist?
    Nein. Ein Messwert oberhalb der Bestimmungsgrenze muss anhand der Lebensmittelkategorie, des geltenden Rechtsstands, des relevanten Höchst- oder Orientierungswerts, der Messunsicherheit und möglicher Interferenzen beurteilt werden. Bei Überschreitung eines anwendbaren Höchstgehalts ist eine lebensmittelrechtliche Einzelfallbewertung erforderlich.
  • Kann das Labor die Quelle einer Kontamination bestimmen?
    Eine einzelne Produktanalyse liefert häufig nur erste Hinweise. Durch den Vergleich von Rohstoffen, Zwischenprodukten, Chargen, Verpackungen und Prozessmaterialien kann die mögliche Quelle systematisch eingegrenzt werden. Ergänzende chromatographische Verfahren können die Quellenbewertung unterstützen.
  • Welche Probe und Probenmenge werden benötigt?
    Das hängt von Matrix, erwarteter Konzentration, Untersuchungsumfang und gewünschter Bestimmungsgrenze ab. Probenmenge, Behältnis und Versandbedingungen sollten deshalb vor der Einsendung abgestimmt werden.
  • Gelten die Lebensmittelgrenzwerte auch für Kosmetika?
    Nein. Kosmetika unterliegen der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 und einer eigenen Sicherheitsbewertung. Lebensmittelrechtliche MOAH-Höchstgehalte sind nicht auf Kosmetikprodukte übertragbar.

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